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Pressesoiegel November 2006Bild München von N. Gottlieb Heute eröffnet in Freimann die 21. Ausgabe-Station der Münchner Tafel München – Es ist ein Freudentag für viele arme Münchner: Heute eröffnet die Münchner Tafel in Freimann ihre 21. Essensausgabe-Station. Bedürftige wie Karlheinz M. (40) werden dann in der Pferggasse in der langen Schlange stehen. Jeden Freitag macht er dies mit seiner kleinen Tochter (7). Zwei Einkaufs-Trollys und eine große Sporttasche packt der alleinerziehende arbeitslose Vater (zwei Kinder) dann randvoll mit Lebensmitteln. „Und wenn’s ein guter Tag ist, gibt es auch mal Blumen“, freut sich der gelernte Kfz-Lackierer. „Die schenke ich dann meiner Kleinen.“ Fotografieren lassen möchte er das Mädchen nicht. „Sie hat schon genug Probleme in der Schule, weil sie nur abgetragene Kleidung hat. Aber wir haben halt nix übrig. Stifte, Bücher, Klassenfahrten, das muss ja auch alles bezahlt werden“, sagt er, streicht dabei seiner Tochter zärtlich über den Kopf. Karlheinz M. gehört zu den 15.000 Bedürftigen in der Stadt, die von der Münchner Tafel wöchentlich mit 80 Tonnen Lebensmittel unterstützt werden. 20 Ausgabestationen betreibt der Verein bisher flächendeckend, „doch seit einigen Monaten steigt die Zahl der Hilfesuchenden dramatisch.“ sagt Vorsitzende Hannelore Kiethe. Deshalb ist sie jetzt auch froh über die weitere Station in Freimann. Mehr als 1.000 Menschen stehen derzeit auf der Warteliste für einen „Berechtigungsschein“. Damit die Lebensmittel gerecht verteilt werden, gibt es ein bestimmtes Nummern-System. | |||||||||||||||
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