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Pressemitteilung Juni 2007Nachbarschaftshilfe, die ankommt! München, Juni 2007. Eine Idee aus Amerika schreibt Erfolgsgeschichte in München: Lebensmittel für bedürftige Menschen, die durch gestiegene Lebenshaltungskosten, teure Mieten und ihre Lebenssituation nicht mehr die elementarsten Dinge kaufen können. Der mildtätige Verein Münchner Tafel e.V. versorgt Woche für Woche rund 15.000 Menschen mit 80 Tonnen Lebensmitteln. Frisches Gemüse, Obst, Molkereiprodukte, Brot, Babynahrung und vieles mehr werden von Sponsoren täglich gespendet, von ehrenamtlichen Helfern gesammelt und an Bedürftige verteilt. In seiner zwölfjährigen Geschichte hat der Verein in der bayerischen Landeshauptstadt ein dichtes Netzwerk schneller und unbürokratischer Hilfe geschaffen. Tag für Tag treffen sich Dutzende von Helfern, um die Spenden von Herstellern aus dem Umland von München und des Großmarktes einzusammeln. Damit das logistische Kunststück gelingt und die Lebensmittel möglichst frisch und schnell 80 soziale Einrichtungen erreichen, stehen dem Verein inzwischen 10 Lieferfahrzeuge und viele private Pkw zur Verfügung.„Seit der Einführung von Hartz IV bemerken wir einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage an unseren Ausgabestellen“ beschreibt die Mitgründerin und Vorsitzende der Münchner Tafel e.V. Hannelore Kiethe die Situation. „Viele Menschen spüren die anhaltende Krise und können sich noch weniger leisten, als bisher. Meist wird dann bei frischen Lebensmitteln besonders gespart.“ Der Verein ist auf Fördermitglieder angewiesen, die regelmäßig die laufenden Ausgaben wie Diesel, Fahrzeugversicherungen und den Zukauf von fehlenden Lebensmitteln unterstützen. Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünfte, Klöster, Frauenhäuser und andere soziale Einrichtungen werden regelmäßig beliefert, um die gesunde Ernährung Bedürftiger sicherzustellen. Gabriela Schultz, Vorstandsmitglied der Münchner Tafel erläutert: „Mit unseren 21 so genannten Busstationen als Verteilstellen im ganzen Stadtgebiet erreichen wir die versteckte Armut in München. Rentner, Arbeitslose, Obdachlose, Drogen- und Alkoholkranke, sozial überforderte Menschen, kinderreiche Familien, Alleinerziehende und Kranke nehmen gerne die unbürokratische und schnelle Hilfe an.“ Mit Hilfe des Armutsberichts der Stadt München und in Zusammenarbeit mit den Kirchen und der Caritas werden die Standorte festgelegt und dort gegen Berechtigungsschein Lebensmittel einmal wöchentlich ausgegeben. Weitere Informationen zur Münchner Tafel e.V. und Anträge zur Fördermitgliedschaft sind unter www.muenchner-tafel.de abrufbar.
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