Pressemitteilung Juni 2004

Münchner Tafel feiert ihren 10. Geburtstag

- Mildtätiger Verein versorgt inzwischen 11.000 Bedürftige in München
- Steigende Dieselkosten verteuern den Transport der Spenden
- Bekämpfung der versteckten Armut oberstes Ziel

München, 23. Juni 2004.
Lebensmittel wie Kartoffeln, Obst, Gemüse, Milchprodukte und Brot verteilt der mildtätige Verein Münchner Tafel e.V. seit 10 Jahren an Bedürftige. Gegründet aus der Idee, Nahrung aus Überproduktion zu sammeln statt zu vernichten und den Ärmsten zu spenden, schufen engagierte Münchner Bürgerinnen eine schlagkräftige, private Hilfsorganisation, die heute knapp 70 Tonnen Lebensmittel pro Woche in der bayerischen Landeshauptstadt umschlägt. Steigende Dieselkosten stellen die Logistik der Abholung und Verteilung auf eine harte Probe und belasten das knappe Spendenbudget zusätzlich. Die Bekämpfung der versteckten Armut ist oberstes Ziel des mildtätigen Vereins, der mit 18 eigenen „Busstationen“ und 80 zu versorgenden sozialen Einrichtungen direkte und unbürokratische Hilfe im Münchner Stadtgebiet leistet. Der besondere Dank gilt den vielen Sponsoren, Förderern und ehrenamtlichen Helfern, die mit unermüdlichem Einsatz die Arbeit der Münchner Tafel täglich unterstützen.

Wichtiges Zentrum der Logistik ist der Münchner Großmarkt: Ohne die großzügige Bereitstellung von Lager- und Umschlagmöglichkeiten wäre die Arbeit der Münchner Tafel in diesem Ausmaße undenkbar. Die Leitung des Münchner Großmarktes und viele Großhändler unterstützen den mildtätigen Verein von der ersten Stunde an.

Neben der Vielzahl ehrenamtlicher Helfer leisten festangestellte Mitarbeiter der Münchner Tafel einen weiteren, unverzichtbaren Beitrag zur operativen Arbeit des mildtätigen Vereins. Durch diese von der Stadt München geförderten Stellen nach dem Bundessozialhilfegesetz (BSHG-Stellen) werden ehemalige Sozialhilfeempfänger reintegriert.

Oberstes Ziel der Münchner Tafel ist die Bekämpfung der versteckten Armut in der Landeshauptstadt. Kontinuierlich wächst die Zahl der Verteilstationen in den Münchner Stadtteilen. Neben den bestehenden 16 Busstationen wurden im ersten Halbjahr 2004 zwei neue Verteilstellen in Neuhausen und Oberföhring errichtet. Feste Verteilteams sorgen für einen kontinuierlichen und persönlichen Kontakt zu den Bedürftigen.

 

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