Pressemitteilung Juni 2003
Münchner Tafel verzeichnet Anstieg Bedürftiger
Nachfrage nach Lebensmitteln erreicht in diesem Halbjahr Rekordniveau
München, 5. Juni 2003. Einen starken Anstieg Hilfesuchender verzeich-
net der mildtätige Verein Münchner Tafel e.V. in den vergangenen Monaten. Immer mehr Menschen drängen sich an den Ausgabestellen für Lebensmittel. Erstmals mussten Wartelisten für Bedürftige angelegt werden, da gespendete Lebensmittel den großen Bedarf derzeit nicht decken. Besonders Rentner und allein erziehende Mütter haben durch hohe Mieten kaum Geld fürs Essen. Benötigt werden vor allem Kartoffeln, Reis und Nudeln, Margarine und Öl, Mehl und Eier sowie alle weiteren Grundnahrungsmittel.
"So einen Anstieg hilfesuchender Münchner haben wir in unserer 9-jährigen Geschichte noch nie erlebt" sagt eine der Vorsitzenden der Münchner Tafel, Hannelore Kiethe. "Auffallend viele allein erziehende Mütter und Rentner wenden sich in letzter Zeit an uns." Schuld sind die hohen Mieten, Arbeitslosigkeit oder persönliche Schicksalsschläge. Viele Menschen scheuen den Gang zum Sozialamt und haben kaum Geld fürs Essen. Über 8.000 Bedürftige versorgt der mildtätige Verein pro Woche in der Landeshauptstadt. 16 Verteilstationen im Münchner Stadtgebiet werden regelmäßig angefahren und rund 80 soziale Einrichtungen erhalten Lebensmittel zur Weitergabe an Bedürftige.
Erstmals mussten in den vergangenen Monaten Wartelisten für Hilfesuchende angelegt werden, da das gespendete Essen nicht ausreichte. "Wir sind bemüht, rund 200 weitere Menschen so schnell wie möglich zu unterstützen. Ein neues Lieferfahrzeug konnte diese Woche in Dienst gestellt werden und dank einer Vielzahl von Sponsoren wie Kugler Feinkost, Müller Brot, Bernbacher, Hipp, Käserei Champignon und Müller Milch hoffen wir, noch mehr Lebensmittel zur Verfügung zu haben.
Die Münchner Tafel e.V. bestreitet die Versorgung der Bedürftigen ausschließlich durch Sachspenden von Lebensmittelherstellern bzw. -händlern und Geldspenden zum Kauf zusätzlicher Lebensmittel. Das Spendenkonto lautet: Nr. 68 50 19 33 10 bei der HypoVereinsbank (BLZ 700 202 70).