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Nachbarschaftshilfe, die ankommt

Die Münchner Tafel e.V. versorgt seit 1994 Bedürftige mit Lebensmitteln

München, 7. Juli 2016. Eine Idee aus Amerika schreibt Erfolgsgeschichte in München: Gespendete Lebensmittel für bedürftige Menschen, die durch teure Mieten, gestiegene Lebenshaltungskosten und ihre Lebenssituation nicht mehr die elementarsten Dinge kaufen können. Der mildtätige Verein Münchner Tafel e.V. versorgt Woche für Woche rund 20.000 Menschen mit 100 000 Kilogramm Lebensmitteln. Frisches Gemüse, Obst, Molkereiprodukte, Brot, Babynahrung und vieles mehr werden von Sponsoren täglich gespendet, von ca. 600 ehrenamtlichen Helfern gesammelt und an „Tafelgäste“ verteilt. So gelingt es, Lebensmittel, die vernichtet würden, in dankbare Hände zu geben – getreu der Idee: „verteilen statt vernichten“. In seiner über zwanzigjährigen Geschichte hat der Verein in der bayerischen Landeshauptstadt ein dichtes Netzwerk schneller und unbürokratischer Hilfe geschaffen und beweist gelebte Nachhaltigkeit.

Tag für Tag treffen sich Dutzende von Helfern, um die Spenden von Handel und Herstellern aus und um München und des Großmarktes einzusammeln. Damit das logistische Kunststück gelingt und die Lebensmittel möglichst frisch 107 soziale Einrichtungen und 27 Verteilstellen erreichen, stehen dem Verein 17 Lieferfahrzeuge und viele private Pkw zur Verfügung. „Derzeit bemerken wir einen sprunghaften Anstieg der Nachfragen“ beschreibt die Mitgründerin und Vorsitzende der Münchner Tafel e.V. Hannelore Kiethe die Situation. „Viele Menschen spüren die wirtschaftliche Not angesichts gestiegener Mieten und Energiekosten besonders. Hier helfen wir. Unsere persönliche Zuwendung macht Mut für die Bewältigung des schweren Alltags.“ Der Verein ist auf Fördermitglieder angewiesen, die regelmäßig die laufenden Ausgaben wie Diesel, Fahrzeugversicherungen und den Zukauf von fehlenden Lebensmitteln unterstützen. Kinder- und Jugendeinrichtungen, Frauenhäuser, Schulen und andere soziale Einrichtungen werden regelmäßig beliefert, um die Ernährung Bedürftiger sicherzustellen. „Mit unseren Verteilstellen im ganzen Stadtgebiet erreichen wir die versteckte Armut in München. Von Altersarmut Betroffene, kranke, sozial überforderte und von Schicksalsschlägen aus der Bahn gebrachte Menschen, kinderreichen Familien und Alleinerziehenden können wir dank unserer Sponsoren ein Stück Zuversicht schenken und damit Hilfe zur Selbsthilfe leisten.“ Wöchentlich Lebensmittel erhält, wer zuvor die strengen Kriterien der Bedürftigkeit nachwies und seinen persönlichen Tafel-Berechtigungsausweis vorlegt.

Dieser Artikel steht auch als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.

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